Neutrophile Granulozyten

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Neutrophile Granulozyten sind im Durchmesser 10-15 µm groß und besitzen einen mehrfach gelappten Kern, deren Segmenten über Brückenverbindungen aus Nukleoplasma zusammengehalten werden. Neutrophile Granulozyten besitzen sowohl azurophile als aus spezifische Granula mit Lysozymen (Lysosomen).

Azurophile Granula enthalten u.a. Myeloperoxidase, saure Hydrolasen, Proteasen, kationische Proteine und Lysozym, die für toxische Effekte auf bakterielle Organismen und deren Abbau, Abbau von Kollagen, Elastin und Erhöhung der Gefäßpermeabilität verantwortlich sind.

Spezifische Granula enthalten Lysozym, Kollagenase, alkalische Phosphatase, Lactoferrin und bakteriostatisch wirkendes eisenbindendes Protein.

Neutrophile Granulozyten spielen eine große Rolle bei entzündlichen Prozeßen (kutane bakterielle Infektionen, Urtikaria, Vaskulitis, neutrophile Dermatosen wie Sweet-Syndrom, Pyoderma gangraenosum). Die zwei Hauptfunktionen sind dabei die Immobilisierung und Phagozytose von bakteriellen Erregern und die Phagozytose von Antigen-Antikörper-Komplexen. Durch Phagozytose von Mikroorganismen entstehen aus Lysosomen Phagolysosomen. Die phagozitierten Erreger werden dann durch die entsprechenden Enzyme abgetötet. Immunkomplexe werden nach Bildung einer Komplementkaskade durch angelockte neutrophile Granulozyten phagozitiert. Bei Exozytose von Kollagenasen und Elastasen aus neutrophilen Granulozyten können im Rahmen einer Entzündungsreaktion auch Gewebeschäden hervorgerufen werden.

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